Eröffnungsfeier der Strecke Mattstetten-Rothrist

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Herzstück der Bahn 2000 eingeweiht Wanzwil, BE. Mit 500 geladenen Gästen hat die SBB gestern in Wanzwil BE das Herzstück der Bahn 2000 eingeweiht. In den kommenden Jahrzehnten müsse die Bahn 2000 zum S-Bahn-System Schweiz werden, forderte Verkehrsminister Moritz Leuenberger.Mit der Einweihung der Neubaustrecke zwischen Mattstetten BE und Rothrist AG feiere die Schweiz «eine historische Eröffnung», sagte Leuenberger auf dem Festplatz an der Neubaustrecke in Wanzwil.

Die Bahn 2000 schaffe die Voraussetzung, dass der öffentliche Verkehr die Strasse auch in Zukunft konkurrenzieren könne. Die Frage «Auto oder Zug?» werde damit von der Glaubensfrage zur Frage der Vernunft.

Heugabel überreicht

Auch künftig müssten Visionen im öffentlichen Verkehr konkretisiert werden, sagte Leuenberger. Die Bahn 2000 sei vor 30 Jahren angedacht worden, nun sei es an der heutigen Generation, Transportsysteme für spätere Gesellschaften vorzubereiten. Die Bahn 2000 müsse «zum dicht vernetzten S-Bahn-System Schweiz werden», wo zwischen allen Destinationen Züge oder Busse verkehrten wie die S-Bahnen und Trams in den Städten.Dem Gemeindepräsidenten von Wanzwil überreichte Leuenberger eineHeugabel. Zum Wohl der Schweiz seien alle Betroffenen Kompromisse eingegangen. Vor Jahren habe man ihn gewarnt, die Anwohner würden mit Heugabeln auf ihn losgehen, passiert sei nichts, sagte der Verkehrsminister.

«Netzeffekt wird erreicht»

download-13Seit 20 Jahren stehe Bahn 2000 im Zentrum der unternehmerischen Aktivitäten der SBB, sagte Benedikt Weibel, der Vorsitzendeder SBB-Geschäftsleitung.Er sei froh, dass die Neubaustrecke mit maximaler Rücksicht auf die direkt betroffene Bevölkerung habe realisiert werden können. Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember würden 52 Prozent der Verbindungen um mehr alsfünf Minuten schneller. Diese Tatsache zeige, dass Bahn 2000 den angestrebten Netzeffekt erreiche.